Der Giftzwerg hat gute Laune

Nachdem der Giftzwerg die Motte Klara beschimpft und angeschrien hatte, stapfte er missmutig zurück in seine Höhle. Doch was war das? Er fühlte sich plötzlich viel leichter. Nach und nach dämmerte ihm, dass er gar nicht mehr so grummelig war, wie noch vor wenigen Minuten.

Summend begann er, sich in seinem Loch einen Tee zu kochen. Praktischerweise lief eines der Wasserrohre durch seine Behausung und war an einer Dichtung nicht ganz dicht. Der Giftzwerg hatte sozusagen fließend Wasser.

Als der Teekessel fröhlich pfiff und der Giftzwerg gerade den ersten Schluck nehmen wollte, drang plötzlich noch ein anderes Geräusch an sein Ohr. Da weinte doch jemand. Wer mochte das sein? Der Giftzwerg wollte es eben mit einem Schulterzucken abtun – was scherten ihn die anderen – da kam ihm ein unangenehmer Gedanke. War das am Ende diese Motte? Nein, konnte nicht sein, worüber sollte die schon heulen? Die hatte doch ein leichtes Leben, dieser Flattermatz. Der einzige, der Grund zum meckern hatte, war schließlich er, der Giftzwerg. Oder hatte er sie vorhin vielleicht doch ein wenig grob angefahren?

Während er seinen Tee schlürfte, lauschte er dem leisen Schluchzen und grübelte. Dadurch wurde seine Laune natürlich wieder schlechter. Doch dann fasste er einen Entschluss, der ihn fast hätte lächeln lassen. Er würde für den Rest des Tages versuchen, freundlich zu sein. Dann würde man ja sehen.

Und was man sieht, erfahrt ihr im nächsten Kapitelchen. Gute Nacht!

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