Florian-Flo

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Es war einmal ein frecher kleiner Flo, der hieß Florian. Er lebte auf einem alten Hund namens Bello. Bellos Herrchen war ebenfalls schon sehr alt. So kam es, dass Florian ein sehr geruhsames Leben führte und nur selten einmal aus dem Haus kam.

Doch eines Tages sagte das Herrchen zu Bello: „Na komm, mein alter. Wir beide brauchen mal wieder frische Luft.“

Bello rührte sich nicht und gab nur ein unwilliges Knurren von sich. Als hätte er tatsächlich geantwortet, lachte sein Herrchen und meinte: “ Nun motz nicht, es wird dir im Park gefallen.“

Er klickte die Leine an Bellos Halsband und zog den alten Bello hinter sich her. Bello wuffte nochmal aus Protest und trottete dann langsam hinter seinem Herrchen her.

Florian-Flo freute sich unterdessen ungemein über den Ausflug. Endlich mal wieder raus! Endlich mal wieder frische Luft!

Doch bald schon endete das Vergnügen. Hund und Herrchen waren an ihrer Lieblingsparkbank angelangt. Herrchen setzte sich ächzend und Bello legte sich neben der Parkbank ins Gras.

Florian-Flo schnaubte enttäuscht. Das sollte der ganze Ausflug gewesen sein? Da kam ein Mädchen mit einem fröhlich kläffenden kleinen Hund durch den Park auf sie zu. Florian-Flo hatte einen Geistesblitz. Genau als das Mädchen mit dem kleinen Hund an ihnen vorbeikam, machte er einen gewaltigen Sprung! Und hopp!, schon saß erhinter dem rechten Ohr des kleinen Hundes.

Das war ein fröhlicher Ritt! Der kleine Hund tollte um die Beine des Mädchens herum, sprang und hüpfte. Endlich waren sie an der Hundespielwiese angekommen. Als der kleine Hund sitz machte, damit sein Frauchen die Leine losmachen konnte, genehmigte Florian-Flo sich einen kleinen Imbiss. Haps!, biss er den kleinen Hund hinter dem Ohr und begann Blut zu saugen. Der kleine Hund jaulte erschrocken auf und kratzte sich mit der Hinterpfote hinterm Ohr. Florian-Flo konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen!

Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und wartete, dass sein Herz aufhörte zu rasen. Sowas war ihm bei Bello noch nie passiert. Der zuckte nicht einmal, wenn Florian-Flo ihn biss.

Dann aber hatte Florian-Flo keine Zeit mehr, nachzudenken. Er musste sich festhalten. Der kleind Hund holte Stöckchen,  jagte Schmetterlinge und Eichhörnchen, wälzte sich im Gras und kläffte andere Hunde an. Von all dem Herumgetobe wurde Florian-Flo ganz schwindelig!

Endlich rief das Mädchen nach dem kleinen Hund. Während dieser ein Leckerli bekam, wollte sich auch Florian-Flo nochmal stärken. Diesmal war er aber schlauer! Statt hinterm Ohr, krabbelte er diesmal zum Po des Hündchens, damit der ihn nicht wieder mit der Hinterpfote erwischen konnte. Haps!, und schon saugte er genüßlich.

Def kleine Hund aber machte einen erschrockenen Satz und begann dann wütend knurrend an seinem Hinterteil zu nagen!

Diesmal wäre es fast aus gewesen mit Florian-Flo. Die Zähne des Hündchens verfehlten ihn nur ganz knapp!

„Ogottogottogott!“, dachte sich Florian-Flo. „Da bin ich aber in ein schönes Schlamassel geraten! Beim alten Bello war es doch nicht so schlecht.“

Glücklicherweise gingen das Mädchen und der kleine Hund auf dem Heimweg wiederan der Parkpank vorbei, neben der Bello noch immer lag. Ein beherzter Sprung und schon kuschelte Florian-Flo sich glücklich in Bellos flauschiges Fell. Während er genüsslich seinen Hunger stillte, dachte er sich: „So einen Ausflug mache ich bestimmt bald wieder, aber zu Hause ist es doch am Schönsten.“

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