Das Rätsel der verschwundenen Socken

Es war einmal eine Mutter mit ihren Kindern, die lebte glücklich und vergnügt in einem alten kleinen Haus. Die kleine Familie liebte dieses Haus, mit seiner engen knarzenden Holztreppe, den hübschen kleinen Fenstern, vor denen Geranien wuchsen und dem etwas schiefen Dach. Doch wie viele alten Häuser hatte auch dieses ein Geheimnis. Und wie es üblich ist bei Geheimnissen alter Häuser, lag dieses Geheimnis im Keller.

Davon ahnte jedoch weder die Mutter, noch die Kknder etwas. Wie kamen sie dem Geheimnis nun aber auf die Spur? Das kam so: jedes Mal wenn Waschtag war, ging die Mutter durchs Haus und sammelte die Wäsche ein. Sie sah in jeden Winkel, unter die Betten und kontrollierte sogar die Sofaritzen, um ja kein Teil zu übersehen. Wenn sie die gewaschene Kleidung dann aber zum trocknen aufhängte, fehlten immer zwei oder drei Socken. Leider nie vom selben Paar! Es blieben immer einzelne Socken übrig.

Zuerst dachte sie, sie müsse die fehlenden Socken wohl übersehen haben und kontrollierte von da an, dass Sockenpaare nur noch gemeinsam in die Waschmaschine gingen. Doch vergebens, es fehlten wieder Socken.

Die Kinder wurden in der Schule mitterweile manchmal ausgelacht, weil sie immer öfter Socken trugen, die nicht zusammenpassten. Die Mutter kaufte neue Socken, doch auch von diesen verschwanden welche.

Eines Tages hatte sie genug. Sie schnappte sich die Werkzeugkiste und begann, die Waschmaschine auseinanderzunehmen. Sie musste gant schön kämpfen, denn sie hatte soetwas noch nie zuvor gemacht, aber sie schaffte es. Stellt euch nur ihr erstauntes Gesicht vor, als sie hinter die Trommel sah und dort ein kleines, rundes, flauschiges moosgrünes Monster entdeckte. Es hatte große treuherzige Hundeaugen und aus seinem breiten Mäulchen hing noch eine halbverzehrte Socke. Eine von den roten mit weißen Herzen darauf, die sie erst in der vorigen Woche für ihre Tochter gekauft hatte!

Vor lauter Verblüffung sagte die Mutter gar nichts. Dann rief sie nach den Kindern. Kurz darauf standen sie zu dritt staunend vor dem kleinen Monster. Das fiepte und hatte offensichtlich Angst. Da streckte die Mutter ihm beruhigend die Hand entgegen. Erst schnüffelte es, dann ließ es sich streicheln.

Die Kinder hielten ihm jeder eine Socke hin, um es hervorzulocken. Die Mutter seufzte nur, als sie sah, dass es die neuen waren.

Kurz darauf saß das kleine Monster mit ihnen im Wohnzimmer und kaute genüsslich an einer Socke. Sie war blau-weiß geringelt. Mutter und Kinder starrten es sprachlos an. Darum also fehlten ständig Socken!

„Können wir es behalten?“, bettelten die Kinder. Eigentlich hatte die Mutter dazu keine Lust, als sie aber ihre Kinder ansah und das flauschige kleine Monster mit seinen Hundeaugen, lächelte sie und nickte.

Zur Feier des Tages holte sie beim Bäcker schnell drei Stücke Sahnetorte, und es ist gut, dass sie das tat. Denn wisst ihr, was dann geschah? Die Kinder ließen das kleine Monster von der Torte kosten und jetzt ratet mal, was ihm besser schmeckte: Socken oder Sahnetorte?

Richtig, natürlich die Sahnetorte! Von nun an verschwanden nie wieder Socken in der Wäsche und im Kühlschrank konnte man immer ein Stück Torte finden.

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