Buchmesse Leipzig

Was für ein Wochenende! Gleich mal vorneweg, die Leipziger Buchmesse ist grandios! Aber von vorne.

Am Freitag fuhren meine Freundin und ich los. Mit dem Zug von Graz über Wien, Breclav und Prag. Ab Wien war eine ganze Horde Fußballfans mit im Zug, bärige Kerle, gut im Öl und mit lauter Musik aus Bluetoothlautsprechern, die an ihren Jogginghosen baumelten. Aber alle fröhlich und höflich – ihre Mannschaft hatte gewonnen.

In Tschechien das richtige Bahngleis zu finden war eine Herausforderung. Aif dem Papieraushang sind keine Gleise angegeben und auf der elektronischen Anzeige erscheint das Gleis auch eher kurzfristig…

Dann endlich Leipzig, nach 10 Stunden Fahrt um 10 Ihr Abends. Im Späti (wie cool ist das denn! Ich kenn das nur aus Dokus im TV. Und dann sagt so ein junger Kerl, total freundlich und fröhlich: „Der Späti da hinten ist noch offen“), im Späti kaufen wir noch was zu trinken. Die Tram bringt uns sicher ins Hotel. Wir erfahren netterweise erst am nächsten Tag, dass der Bahnhof ein berüchtigter Drogenumschlagplatz und die Eisenbahnstraße, durch die die Tram fährt, angeblich die gefährlichste Straße Leipzigs ist. Das wissen wir Nachts alles nicht und beobachten alles freundlich-neugierig.

Das Hotel ist sauber, der Tag war lang, gute Nacht.

Am nächsten Morgen nehem wir das Shuttle zur Buchmesse. Wieder lauter nette Leute, an der Sicherheitskontrolle, an der Info, an der Garderobe. Wir sind viel zu früh da, weil wir vor lauter Aufregung nicht geschaut haben, wann die Messe öffnet. So setzen wir uns in die von Sonnenlicht durchflutete Vorhalle, meine Freundin holt sich einen teuren aber ausgezeichneten Kaffee und wir tun, wofür wir sonst nie Zeit haben: wir sitzen und warten und schauen. Dazu muss man sagen, dass eine Halle der Buchmesse der Comicon gewidmet ist. Unzählige Besucher kommen in aufwendigen Kostümen, um ihrem Lieblingshelden gleichzusehen. Das ist fantastisch! Viele Charaktere kenne ich gar nicht, aber die bunten Kostüme und die Heiterkeit übertragen sich einfach auf alle.

Von 11 bis 12 konnte ich am Paramon-Stand mein Werbematerial verteilen und traf auch hier viele nette Menschen. Vom Bereich für Musik schallten swingende Melodien den Gang entlang, die Stimmung war gut.

Danach machten wir selber die Stände unsicher. Es gibt eine solche Vielzahl von wunderbaren Büchern, dass es kaum zu fassen ist. Ich bleibe automatisch bei Kinderbüchern kleben und kann mich dort kaum losreißen. Zum Glück haben wir uns ein Limit gesetzt – nur so viel wir tragen können. Das verhindert das Schlimmste 😉. Die Comicon Halle schauen wir uns natürlich auch genau an. Um ehrlich zu sein ist sie das Highlight. Das Flair, die Kostüme, die Ausstellungsstücke, wie aus einer anderen Welt.

Erschöpft und zufrieden verlassen wir am späten Nachmittag die Messe. Wir sind Abends mit meinem Bruder und seiner Freundin zum Essen verabredet.

Wir sind gerade im Hotel, da werden wir schon abgeholt. Das Sushi ist das Beste, das ich je genossen habe und wir lachen so viel, daß ich befürchte, am nächsten Tag Bauchmuskelkater zu haben.

Wie immer, gute Zeit verfliegt zu schnell und so sitzen wir nun im Zug nach Hause. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr!

Ein Kommentar zu „Buchmesse Leipzig

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s