Wie die Piranhas unsere Schule aufmischten / The day the piranhas rocked our school

Es war mittlerweile kuz vor den Sommeferien. Das Wetter war warm und keiner hatte mehr Lust auf Schule. Scheinbar hatten unsere Lehrer das auch begriffen, denn sie dachten sich etwas neues aus. Die ersten und zweiten Klassen durften in den letzten zwei Schulwochen ein Haustierprojekt machen. Das war für uns perfekt, Lulu ging in die erste, ich in die zweite Klasse.

Only a few weeks were missing to the summer holidays. The weather was warm and nobody wanted to learn any more. It seemed even our teachers had understood that, as they came up with something new. First and second grades joined in a pet project for the last two weels of school. Thus was perfect for us – Lulu was a first grader, I went to second grade.

Am Montag zur Eröffnung des Projektes, sollten alle Kinder, die ein Haustier besaßen, selbiges mit in die Schule bringen. Dann würde in der großen Runde der ersten und zweiten Klassen jeder sein Haustier vorstellen dürfen. Lulu und ich wollten die Fische gemeinsam präsentieren. Papa rümpfte erst die Nase: „Das könnt ihr vergessen, wie wollt ihr die Viecher denn transportieren?“ Aber Mama zwinkerte und zu und sagte, wir könnten das große alte Bonbonglas nehmen, da hätten die Fische sicher drin Platz. Sie fuhr uns am Montag sogar in die Schule, denn sie meinte im Bus würde womöglich noch das Wasser verschüttet. Im Auto schwappte es auch durch den gelöcherten Deckel aber nur ein ganz kleines bisschen.

On Monday, all children with a pet were supposed to bring it to school and show it to all children of first and second grade. Lulu and I wanted to show our fish together. Dad did not approve: „Forget it, how do you think you will transport your fish?“ But mom winked at us and suggested we could take the big old sweets‘ glass, that would be big enough for our fish. She even drove us to school on Monday. She said she was afraid we would spill all the water on the bus. We did spill some water even in the car, but only very little.

Ich war ganz schön aufgeregt. Ich hatte die Fische nämlich als unsere Goldfische vorstellen wollen, aber Lulu war dagegen gewesen. „Es sind Piranhas und sie verstehen jedes Wort. Ich werde sie doch nicht beleidigen und sie als Goldfische bezeichnen!“ So wie sie Goldfische sagte, hätte man meinen können, Goldfische seien wiederwärtige schleimige Monster mit Tentakeln und acht Beinen …

I was very nervous. I had planned to present the fish as goldfish, but Lulu argued against this. „They are Piranhas and they understand each and every word. I will not insult them and call them goldfish!“ The way she said goldfish you could think goldfish were nasty, slimy monsters with tentacles and eight legs …

„Aber was, wenn unsere Lehrer Mama und Papa anrufen und nach den Piranhas fragen?“, wandte ich ein. „Ach was“, wehrte Lulu ab, „so kurz vor den Ferien passen die Lehrer auch nicht mehr auf, was wir da erzählen. Und selbst wenn meine Lehrerin Papa am Telefon nach den Piranhas fragt, wird der eh nicht wissen, wovon sie spricht.“ Meine kleine Schwester ist ganz schön abgebrüht!

„But what if our teachers call mom and dad and ask for the piranhas?“, I said. „Nonsense“, Lulu deflated my argument, „with the holidays ahead, our teachers won’t listen to it presentation anyway. And even if my teacher asks dad on the phone for the piranhas, he will not know what she is talking about.“ My little sister is quite a number!

Mittlerweile waren wir an der Schule angekommen und stiegen aus. „Das nächste Mal nehmen wir den Bus!“, beschwerte sich Blacky. „die Abgase, der Abrieb von den Reifen, alles Gift für die Umwelt!“ „Kinder können ruhig mal zu Fuß gehen!“, setzte Horst hinzu. „Außerdem verstopfen die Elterntaxis die Straßen und gefährden die anderen Kinder!“, meldete sich zuletzt auch Pitbull. „Jetzt ist aber gut“, zischte Lulu, „ihr habt versprochen, eure Mäulchen zu halten! Oder wollt ihr in einem Versuchslabor landen?“ „Außerdem nehmen wir eh immer den Bus. Nur wegen euch hat Mama und heute gefahren“, erinnerte ich unsere Umweltguerillas.

In the meantime we had arrived at school. „Next time, we’ll take the bus“, complained Blacky, „all the tyre wear particles and the exhaust gases, poison for our envonment!“ „It does not hurt children to walk sometimes“, Horst added. „And all the parents block the streets with their cars and endanger the other children“, piped Pitbull. „Enough now!“, whispered Lulu, „you promised to stay quiet! Or do you want to ensure up in a science lab?“ „We usually take the bus anyway. Mom drove us today because of you“ I reminded our fish guerilla.

In der Schulaula herrschte ein ganz schönes Durcheinander. Ich war überrascht, wie viele Kinder Haustiere hatten! Da gab es mehrere Katzen, Hasen, Hamster, Meerschweinchen, Wellensittiche und Kanarienvögel. Aber auch einen Papagei, einen Leguan, eine Ratte und ein Huhn. Der blöde Lukas, der in meine Klasse geht und mich im Bus immer haut, hatte die Ratte dabei. „Hat mein Papa mir gestern extra noch gekauft“, hörte ich ihn prahlen. So ein Blödian.

In the school hall, a big hubub waited for us. I was surprised he many children have pets. There were several days, bunnies, hamsters, bunnies pigs, budgies and canaries. But also a parrot, not iguana, a rat and a chicken. Lukas, who is in my class and always hits me on the bus, the big, had the rat. „My father bought it yesterday for me“, I heard him boast. Git, as I said.

Endlich klingelte es und unsere Lehrerinnen erschienen in der Aula – ich glaube, sie hatten sich so lange sie konnten im Lehrerzimmer versteckt. Die Kinder stellten der Reihe nach ihre Haustiere vor. Sie erzählten was es für ein Tier ist, wie es heißt, was es gerne frisst und wo es normalerweise in der freien Wildbahn lebt. Schließlich waren Lulu und ich dran.

Finally the bell rang and our teachers appeared – I think they had hidden in the teachers‘ lounge as long as they could. One after the other, the children showed their pets. They told, what kind of let it was, what was it’s name and what it are. They also told were the animal usually lives. At last, it was Lulu’s and my turn.

„Hier seht ihr unsere Piranhas“, verkündete Lulu stolz. „Sie heißen Horst, Blacky und Pitbull“, übernahm ich. „Am liebsten mögen sie Fleischwurst und Salami, sie fressen aber auch Schnitzel und Hackfleischbällchen“, erklärte Lulu. Ich beobachtete mir Sorgen, wie meine Lehrerin die Stirn in strenge Falten legte. Ein paar Mädchen in der ersten Reihe musterten unsere Fische sehr skeptisch. Nur Lukas tippte irgendwas in seinem Handy herum.

„These are our piranhas“, Lulu pronounced proudly. „Their names are Horst, Blacky and Pitbull“, I added. „Their favourite food is pork sausage and Salami, but they also like Schnitzel and meat balls“, Lulu explained. I was a bit worried about the way my teacher knit her brows. Some girls in the first row viewed our fish very skeptical of. Only Lukas kept on typing something into his mobile phone.

Ich schluckte meine Nervosität herunter und sagte: „Normalerweise Leben diese Fische in Südamerika in den Flüssen und Seen, zum Beispiel im Amazonas. Diese hier aber waren in der Zoohandlung als Goldfische ausgestellt.“ „Die Unterschiede zu Goldfischen sind aber kaum zu übersehen“, dozierte Lulu, „ihre Körper ein viel höher, ihnen fehlt die charakteristische Färbung und ihre Flossen sind viel kleiner.“ „Außerdem haben Piranhas viel schärfere Zähne“, ergänzte ich abschließend. Unser Vortrag war astrein gelaufen, wir grinsten uns stolz an. Unsere Fische wählten diesen Moment um unsere Klassenkameraden breit anzugrinsen. Ein paar Mädchen gaben kleine Schreckensschreie von sich. „Boah, voll krass!“ rief jetzt auch noch Lukas, „Piranhas können einen Menschen in wenigen Sekunden komplett abnagen!“ Offensichtlich gab es auch ein Video dazu, man konnte nun aus seinem Handy Hilfeschreie und das Geräusch schäumenden Wassers hören.

I swallowed my nervousness and said: „Usually, these fish live in South-America inducers and lies, in the Amazon River for example. These however, were sold in a pet shop as goldfish.“ „The differences to golfish are glaring“, Lulu explained, „their bodies are higher, they do not have the chrcteistic colour an their finns are much smaller.“ „Apart from that, they have much sharper teeth“, I added at the end. Our presentation have been perfect we smiled at each other proudly. Just now, our fish decided to honour our audience with a bright smile. Some girls screamed in fright. „Wow, look at that!“, Lukas shouted in that moment, „piranhas can eat a human in a few seconds!“ Obviously there was also a video to the information. We could hear screams and the sound of gurgling water from his phone.

Mit einem Mal herrschte Chaos. Die Mädchen kreischten und rannten nach hinten, die Jungs versuchten, sich nach vorne zu drängeln, unsere Lehrerinnen verlangten mit lauten Stimmen nach Ruhe, allerdings ohne Erfolg. Ich drücke Lulu das Bonbonglas in die Hand. „Bring sie raus, versteck sie an unserem Platz. Ich halte die anderen auf.“ Lulu nickte nur kurz und verschwand.

Pandemonium broke loose. The girls screamed and ran to the back, the boys true to push to the front. Our teachers called for order with loud voices, with little success. I pressed the sweets‘ glass into Lulu’s hands. „ring them out of here, hide them in our place. I will block the others.“ Lulu nodded and vanished.

Ich stemmte mich den Jungs entgegen, die alle versuchten, an mir vorbei einen Finger in das vermeintlich noch auf dem Tisch stehende Piranhaglas zu stecken. Endlich gelang es meiner Lehrerin, die Jungs alle wieder auf ihre Plätze zu bugsieren, während Lulus Lehrerin die Mädchen überreden konnte, sich auch wieder hinzusetzen. Genau in diesem Moment tauchte auch Lulu wieder neben mir auf. Etwas atemlos, aber sonst merkte man ihr nichts an.

I tried to block the boys who all tried to stick. finger into the glass with our fish, which they thought was behind my back. Finally my teacher managed to order the boys back to their seats, while Lulu’s teacher managed to calm down the girls. Lulu appeared back at my side, a little breathless but otherwise inconspicuous.

„Zeigt mir Mal bitte eure Fische, ich möchte sie genauer ansehen“, forderte nun meine Lehrerin. „Das geht leider nicht“, entgegnete Lulu mit zuckersüßen Lächeln, „Unser Papa hat sie gerade wieder abgeholt.“

„Would you please show me your fish“, my teacher now asked. „That’S not possible, I’m sorry“, Lulu replied Lulu with a sweet smile. „Our dad just came to fetch them.“

Meine Lehrerin kniff die Augen zusammen und musterte uns scharf. „Nun ja“, meinte sie schließlich, „Piranhas hin oder her, die Informationen waren korrekt. Das nächste Mal bringt ein weniger aufregendes Haustier mit.“

My teacher scrutinised us sharply. „Well“, she said „piranhas or not, your information on them was correct. Next time, please bring some less interesting pet.“

Damit durften wir uns setzen. War ja klar, dass wir fast Ärger kriegen, weil wir das tun, was erwartet wurde, nämlich unser Haustier vorstellen, und der Lukas wieder ungeschoren davon kommt, obwohl Handys in der Schule verboten sind.

We were allowed to resume our seats. No need to point out that we hardly escaped serious trouble for doing what was expected: showing our pets, while Lukas escaped unruffled, though bringing his mobile phone to school, which ist prohibited.

Als wir Horst, Blacky und Pitbull nach der Schule aus dem Versteck holten, warteten wir noch eine Weile, bis die meisten Kinder schon weg waren. Erst dann gingen wird rüber zum Parkplatz, wo Mama auf uns wartete. Kurz bevor wir beim Auf waren, meldete sich Horst: „Wenn ihr uns das nächste Mal mit in die Schule nehmt, sagt doch besser, wir wären Goldfische!“

After fetching Horst, Blacky and Pitbull from our special hiding place after school we waited some time to let most of the children pass. not afterwards did we Go over to the parking where mom was waiting for us. We had almost reached the car when Horst said: „When you take us to school next time, please say we were goldfish!“

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