Wie die Piranhas unseren Urlaub umplanten / The day the piranhas reorganised our holiday

Das Schuljahr näherte sich seinem Ende und unsere Eltern begannen, den Urlaub zu planen. Sie saßen am Laptop den sie auf dem Couchtisch aufgestellt hatten, und stöberten in Reiseportalen. Wir hörten Wörter wie Griechenland, Portugal und Marokko, Flugpreis für vier, Hotel und so weiter. Die Piranhas hörten natürlich auch mit. Und sie waren nicht begeistert.

Only a few weeks were missing and school would stop for the summer, when our parents started to plan our holidays. They were sitting in front of the laptop in the living room and searching travel sites. We heard the words Greece, Portugal and Morocco, flight for four, hotel and so on. The piranhas of course, were also listening. And they were not amused.

„So wie es klingt, wollt ihr im Urlaub wegfliegen“, bemerkte Horst kritisch. „Flugreisen sind furchtbar umweltschädlich“, meckerte Pitbull. „Und uns Hotel dürfen wir sicher auch nicht mit“, meldete sich Blacky. „Soso, daher weht also der Wind“, grinste Lulu und verschränkte die Arme vor der Brust, „ihr wollt wohl gerne mit in den Urlaub, meine Süßen.“ „Natürlich wollen wir mit!“, empörte sich Pitbull, „wer passt den sonst auf, dass ihr auch im Urlaub auf die Umwelt achtet?!“ „Außerdem können wir nicht alleine hier blieben“, murmelte Blacky, „wer füttert uns denn?“

„Sounds like you want to fly to your holiday destination“, criticised Horst. „Flights are dreadfully harmful for the environment“, bleated Pitbull. „And fish are surely not allowed in the hotel“, remarked Blacky. „Well, well, that’s how the land lies“, smiled Lulu and folded her arms. „I think you want to join our holiday, sweeties, don’t you?“ „Of course we want to join!“, protested Pitbull, „who is supposed to remind you to protect the environment during your holiday?!“ „Besides, we cannot stay here all alone“, mumbled Blacky „Somebody has to feed us!“

„Okay“, sagte ich, „aber Papa braucht seinen Urlaub. Was schlagt ihr vor, was wir machen könnten?“ Die Piranhas hatten offensichtlich schon darüber nachgedacht, denn sie sprudelte sofort los: „Geht wandern!“, „Macht eine Radtour!“ „Zelten am See!“ „Verreist mit den Zug!“ Lulu hob beschwichtigend die Hände: „Ist ja gut! Wir machen das schon, keine Sorge.“ Bis zum Abendessen hatte Lulu und ich den perfekten Ferienplan. Jetzt mussten wir nur noch unsere Eltern davon überzeugen.

„Alright“, I said, „but Paps needs his holiday. What do you suggest we should do?“ Obviously, the piranhas had already thought about this, because they immediately started to babble: „Go hiking!“ „Go on a cycling tour!“ „Camping at the lake!“ „Travel by train!“ Lulu held up her hands to stop them: „Alright, we got it! Don’t worry.“ Until dinner, Lulu and me had found the perfect solution for our holidays. Now we only had to convince our parents.

„Was machen with dieses Jahr in den Ferien?“, fragte Lulu unschuldig, während sie in ihr Brot biss. Sie hatte heute auf die übliche Frage nach Marmelade zum Abendessen verzichtet, um Mama nicht unnötig zu ärgern. „Wir wissen es noch nicht genau“, meinte Papa. „Wir schwanken noch zwischen Portugal und Zypern.“ „Und wie kommen wir da hin?“, erkundigte ich mich möglichst beiläufig. „Na, mit dem Flugzeug natürlich“, zuckte Mama die Achseln. „Und wo wohnen wir da?“, meldete sich Lulu wieder. „In einem schönen Hotel mit Pool, hoffe ich“, lachte Papa. Lulu legte ihr Brot weg und starrte verdrossen auf ihren Teller. Mit ganz kleiner Piepsi-Stimme fragte sie: „Und was ist mit meinem Fischlein?“ Mama und Papa sahen sich erschrocken an. Ganz offensichtlich hatten sie vergessen, die Fische in ihrer Planung zu berücksichtigen. Das hatten wir gehofft!

„What are we going to do in the holidays?“, Lulu asked innocently while taking a bite from her sandwich. She had forgone her usual plea for jam for dinner, so as not to argue with mom unnecessarily. „We don’t know yet“, said Paps. „Probably either Portugal or Cyprus.“ „And how are we going to get there?“, I asked as casually as possible. „By plane, obviously“ mum shrugged her shoulders. „And where are we going to stay?“, insisted Lulu. „In a nice hotel with a swimming pool, probably“, laughed Paps. Lulu put her sandwich on her plate and looked at it despondently. With a very small and squeaky voice she asked: „And what about my cute little fish?“ Mom and Paps exchanged a worried glance. Obviously they had forgotten about the fish in their holiday plans. That was exactly what we had counted on!

„Wir könnten sicher die Nachbarn fragen, ob sie die Fische füttern würden“, überlegte Mama. „Oder aber wir nehmen sie mit“, meinte ich. Wie besprochen schaute Lulu hoffnungsvoll auf. „Im Flugzeug?“, zweifelte Papa. „Dann verreisen wir eben mit den Zug“, schlug ich schnell vor. „Das ist bestimmt auch noch günstiger!“ „Bis nach Zypern kommen wir damit aber nicht“, bemerkte Mama. „Wir können ja auch woanders hinfahren“, meinte Lulu. „Ja, ein richtiger Abenteuerurlaub wäre toll, mit Zelten und wandern!“, fügte ich hinzu. Mama zog die Augenbrauen noch „Ihr wollt freiwillig wandern?Wegen der Fische? Da steckt doch sicher mehr dahinter. Raus damit!“ Mama kennt uns wirklich zu gut.

„I suppose we could ask the neighbours to feed the fish“, deliberated mom. „Or we take them with us“, I said. As agreed. Lulu looked up with a hopeful expression. „On the plane?“, Paps doubted. „We can also travel by train“, I proposed quickly, „it will probably also cost less!“ But it will not take us to Cyprus“, argued mom. „We could go somewhere else“, suggested Lulu.“On, yes, please, like an adventure trip with camping and hiking!“, I added. Mom raised her eyebrows. „You volunteer to go hiking? Because of the fish? There’s is more to it, I know. Tell me everything!“ Mom really knows us far too well!

Lulu und ich tauschten einen Blick und sie nickte. „Also gut“, gestand ich, „wir würden gerne möglichst umweltfreundlich Urlaub machen. Und das geht mit demFlugzeug nicht wirklich gut. Aber es stimmt, dass wir auch die Fische mitnehmen wollen.“ Jetzt tauschten Mama und Papa einen langen Blick.“Ein Abenteuerurlaub also?“, fragte Papa nach. Wir nickten. Eine lange Minute sagte keiner ein Wort. Dann nickte Mama plötzlich und sagte: „Okay, dann planen wir jetzt neu!“ Und das taten wir. Erst schrieb jeder auf, was erwartet am liebsten machen wollte. Dann sammelte Mama die Zettel und versuchte einen groben Plan zu erstellen. Danach suchte sie im Internet, ob es wirklich möglich wäre und ob wir uns das leisten könnten. Und am nächsten Tag ging sie mit Papa ins Reisebüro.

Lulu and I exchanged a long glance and she nodded. „Alright“, I admitted, „we would like to have an environmentally friendly holiday. And travelling by plane can hardly be called environmentally friendly. But it is true that we want to take the fish with us.“ Now mom and Papa exchanged a long glance. „An adventure holiday?“ asked Paps. We nodded.For a long minute nobody said a word. suddenly mom nodded and said: „Alright, let’s make a new plan!“ And we did. First, each of us noted down what he or she would like to do in our holiday. Then mom collected our notes and tried to construct a rough plan. Then she searched the internet for possibilities and costs. And the next day she and Paps went to a travel agency and booked our holiday.

Das ist, was jeder von uns wollte: Lulu wollte nur ihre Fische mitnehmen. Ich wollte gerne Campen. Papa wollte nicht auf dem Boden schlafen und dorthin, wo es warm ist und Mama wollte ans Meer. Das ist der neue Plan: die Piranhas kommen ins Reiseglas, mit dem sie schon in der Schule dabei waren und dürfen mit. Wir fahren mit dem Zug in die Bretagne. Das ist ganz im Norden von Frankreich. Mama meinte trocken, mit der Erderwärmung sei es überall warm genug. Dort haben wir eine Planwagen gemietet, der von einem Pferd gezogen wird und mit dem wir eine Woche herumfahren können. Also camping aber mit einem richtigen Bett. Über den Bauern, der die Planwagen verleiht, haben wir in der zweiten Woche ein Ferienhaus am Strand gefunden. Damit sind alle glücklich (auch die Fische) und jetzt können wir die Ferien kaum mehr erwarten!

This is what each of us wanted: Lulu only wanted to bring her fish. I wanted to go camping. Paps did not want to sleep on the floor and go somewhere warm and sunny. Mom wanted to go to the sea. And this is our new plan: the piranhas travel with us in the glass in which we took them to school. We go the North of France by train, to Brittany. Due to global warming, it is warm and sunny everywhere, Mom remarked drily. There we have booked a covered wagon, which is drawn by a horse and with which we go on a tour for a week. Camping with real beds, so to say. The former who rents out the wagon and horse also offered a small holiday house at the sea in which we will spend the second week. Now all of us are happy (including the fish) and cannot wait for the holidays to begin!

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