Die Piranhas, der Schulanfang und die Sache mit den Klamotten /The piranhas, school and the thing about clothes

Die Ferien neigten sich dem Ende zu und es wurde Zeit, alles für die Schule vorzubereiten. Mama suchte die Schullisten heraus und zählte die Hefte und Stifte, die wir brauchen würden. Als sie an das Ende von Lulus Liste kam, runzelte sie die Stirn und machte „Hm!“

The holidays were about to end and mum began to prepare everything for school. She took the lists with our school equipment and began counting notebooks and pencils we would need for school. At the end of Lulu’s list she wrinkled her brows and made „Hm!“

„Was ist denn los?“, sollten wir gleich wissen. Mama antwortete nicht und schnappte sich meine Liste. Sie überflog sie bis zum Ende und machte dann wieder „Hm!“ „Mama!“, riefen wir „WAS IST LOS?“

„What’s up?“, we wanted to know. Mum did not answer and grabbed my list. Her eyes scanned the text to the end and again she made „Hm!“ „Mum!“, we cried, „WHAT’S UP?“

Mama zeigte uns die Listen. „Schaut mal“, erklärte sie, „bei euch beiden steht, dass alle Hefte und Bücher in Plastikumschläge eingepackt werden müssen und dass jeder von euch eine Heftmappe braucht, in die alle Hefte und Bücher eingepackt werden müssen. Ich finde, das ist doppelt gemoppelt. Ich glaube, da muss ich mal mit eurer Schule reden.“

Mum showed us the lists. „See here“, she explained „on both of our lists is written that all notebooks and books have to be wrapped in plastic covers and that each of you needs a map in which all notebooks and books have to be put. I think this is double trouble. I will need to talk to your school about this.“

Sie verließ das Wohnzimmer, um ihr Handy zu suchen und wir gingen zum Aquarium. Blacky, Horst und Pitbull warteten schon auf uns. „Gute Arbeit, Kinder“, lobte uns Horst. „Wieso?“, fragte Lulu, „wir haben doch gar nichts gemacht.“ „Aber sicher doch!“, bekräftigte Pitbull, „Ihr habt eure Mama schon so weit gebracht, dass sie ganz von selbst darauf kam, dass eure Hefte nicht zweimal eingepackt werden müssen!“ „Aber nicht faul werden“, viel nun Blacky ein. „Wie ich sehe, braucht ihr auch bald wieder neue Kleidung.“ Er schielte auf meine Ärmel, die mittlerweile einige Zentimeter über meinem Handgelenk endeten. Über den Sommer hatte ich mal wieder einen Wachstumsschub.

Mum left the living room in order to search for her mobile phone and we strolled over to the fish bowl. Blacky, Horst and Pitbull were already waiting for us. „Good work“, Horst praised us. „Why?“, Lulu asked, „We didn’t do anything.““For sure you did!“, affirmed Pitbull, „you have made your mum see for herself that your books do not need to be wrapped twice!“ „But don’t you get lazy now“, Blacky admonished, „it seems you will need new clothes soon.“ He looked at my shirt sleeves, which ended several inches above my wrists. During the summer I had grown a lot … again.

„Ja und?“, fragte ich. „Denk nach, Junge!“, befahl Blacky, „wenn eure Sachen zu klein werden, was geschieht für gewöhnlich?“ „Mama geht mit uns einkaufen?“ riet ich. „Oder wir erben was“, warf Lulu ein. „Du meinst, du erbst was“, korrigierte ich. Dazu muss man wissen, dass ich einen ganzen Haufen älterer Cousinen habe, aber nur zwei Cousins die kleiner sind als ich. Die fallen also als Kleidungsvererber aus.

„And?“, I asked. „Use your head, boy“, ordered Blacky, „What happens when your clothes become to small?“ „Mum takes us shopping?“I guessed. „Or we inherited some clothes“, Lulu added. „You mean, you inherited some clothes“, I corrected her. You have to know, I have a whole bunch of older girl-cousins, but only two boy-cousins who are younger than me, which means I cannot inherited clothes from them.

„Also Kinder, wo kann man überall Kleidung bekommen?“, fragte Horst. Er hatte seine Lehrermiene aufgesetzt, was bei einem Piranha ziemlich niedlich aussieht. „Im Katalog“, schlug Lulu vor. „Im Internet“, fügte ich hinzu. Horst nickte geduldig, aber Pitbull warf von hinten ein: „Gebrauchte Kleidung! Wo bekommt man gebrauchte Kleidung!“ Da machte es Klick in meinem Kopf. „Im Second-Hand-Laden!“, rief ich.

„Well, Kids, where can you buy clothes?“, asked Horst. He wore his teacher-look, which looks rather cute on a piranha. „From a catalogue“, Lulu proposed. „From the internet“, I added. Horst nodded patiently, but Pitbull cried from the back:“Used clothes! Where can you buy used clothes!“ There was a small click inside my head: „in the Second-Hand-Shop!“, I cried.

Lulu runzelte skeptisch die Stirn, während Blacky einen kleinen Unterwasserlooping machte. „Sind die nicht alle kaputt und riechen komisch?“ Typisch kleine Schwester. Mit den Sachen von ihren Cousinen hat sie auch kein Problem. „Aber nein, Dummerchen“, beruhigte ich sie. „Die nehmen nur saubere Sachen, die man noch verkaufen kann. Nur sind die viel günstiger, als im normalen Geschäft. Damit kriegen wir übrigens Mama.“ Ich zwinkerte ihr zu. „Wenn die Sachen da viel günstiger sind, dann bekomme ich vielleicht ein oder zwei Kleidchen mehr“, überlegte Lulu und bekam schon leuchtende Augen. Dann grinste sie: „Ich sag Mama gleich, dass wir einkaufen gehen müssen!“ Und weg war sie.

Lulu wrinkled her brows sceptically, while Black did a little underwater-flip. „Are those clothes not all damaged and smell?“ Typically little sister. She does not have such concerns with the clothes from her cousins. „No, dummies“, I reassured her. „They only sell clean clothes. But they are much cheaper than other shops. This will be our main argument with mum.“ I winked at her. „If the clothes are much cheaper, I may get one of two dresses more“, Lulu deliberated and her eyes began to shine. Then she smiled at me: „I will tell mum we have to go shopping“, and away she ran.

Ich blieb mit den Piranhas zurück. „Warum ist es nochmal so wichtig, nicht immer alles neu zu kaufen?“, fragte ich nach. „Weil die Modeindustrie viel zu viel produziert“, erklärte Horst geduldig. „Jedes Jahr werden unglaubliche Massen neu produzierter Kleidung weggeworfen, bevor sie überhaupt in den Geschäften landen. Viele Menschen kaufen sogar für jede Jahreszeit neue Kleidung, obwohl die alte noch passt und nicht kaputt ist. Die Kleiderschränke sind übervoll und gute Kleidung wird nach den ersten Tragen weggeworfen. Und wenn man schon neue Sachen kauft dann sollte man darauf achten, dass sie fair hergestellt wurde und die Arbeiter gut bezahlt wurden.“ „Bringt es denn überhaupt was, wenn wir uns zwar bemühen, aber alle anderen trotzdem weiter fröhlich verschwenden?“, fragte ich etwas mutlos. „Das kann ich dir nicht genau sagen“, gab Horst zu, „aber wir müssen es doch wenigstens versuchen, meinst Du nicht?“

I stayed behind with the piranhas. „Tell me again, why is it so important not to buy everything new?“, I asked. „Because they fashion industry produces way too much“,Horst explained patiently. „Each year, tons and tons of newly produced clothes are thrown away before they even come to the shops. Many people buy new clothes each season though the old clothes still fit and are good. Wardrobes are overfull and good clothes are thrown away after wearing them only once. And if you need to buy new clothes, you should pay attention that they are produced fairly and the workers are paid well.“ „Can we even make an impact,if we try and all others go on as before?“ I asked despondently. „I cannot tell you for sure“, Horst admitted, „But we have to try at least, don’t you think?“

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